GPT-6 für alle: ChatGPT antwortet jetzt interaktiv

OpenAI bringt GPT-6 zu allen ChatGPT-Nutzern, ab 8. Oktober auch in die Gratis-Version. Die neue Intelligent UI baut Diagramme, Schaltflächen und kleine Werkzeuge direkt in die Antworten ein.

OpenAI verteilt sein Sprachmodell GPT-6 an alle ChatGPT-Nutzer. Zahlende Kundinnen und Kunden bekommen es seit Mittwoch, ab Donnerstag, dem 8. Oktober, folgen schrittweise die kostenlosen Konten und das günstige Go-Abo. Die auffälligste Neuerung heißt Intelligent UI: ChatGPT antwortet nicht mehr nur mit Text, sondern baut Grafiken, Schaltflächen, Formulare und kleine Werkzeuge direkt in die Antwort ein.

Was Intelligent UI kann

Laut OpenAI entscheidet GPT-6 selbst, welche Form am besten zu einer Frage passt. Ein Vergleich kann nebeneinander dargestellt werden, eine Erklärung als interaktives Diagramm. Im Beispiel von OpenAI zerlegt ChatGPT ein Fahrrad mit sieben Gängen in fünf Baugruppen, die man einzeln antippen kann. Ein Sonntagsbraten kommt mit Zeitplan, eine Reiseroute mit Karte. Ist eine kurze Textantwort am hilfreichsten, bleibt es bei Text.

Man kann ChatGPT auch bitten, ein Werkzeug für eine bestimmte Aufgabe zu bauen. OpenAI nennt als Beispiele einen Sparrechner, einen Rechner zum Aufteilen der Restaurantrechnung und ein Retro-Spiel, das direkt im Chat läuft. Wer lieber Text liest, soll laut TechCrunch einstellen können, dass ChatGPT weniger Grafiken verwendet.

Technisch steckt dahinter eine Bibliothek aus fertigen Bausteinen und ein Compiler, der die Oberfläche schon während des Generierens anzeigt. OpenAI räumt selbst ein, dass das Gespür des Modells für gutes Design noch besser werden muss.

https://x.com/OpenAI/status/2107894997538525580

Schneller und vorsichtiger

GPT-6 kann außerdem schon antworten, während es noch nachdenkt, und baut die Antwort Stück für Stück auf. Bei Fragen, die eine Websuche erfordern, beginnt GPT-6 Instant laut OpenAI im Schnitt 44 Prozent früher mit der Antwort als der Vorgänger GPT-5.6 Instant. Zudem soll das Modell besser entscheiden, wann es überhaupt im Netz nachschlägt. Diese Angaben stammen aus internen Tests von OpenAI.

Beim Thema Sicherheit verspricht OpenAI besseren Schutz vor Missbrauch, etwa im Zusammenhang mit Cyberangriffen, biologischen Gefahren und Gewalt. In Tests habe GPT-6 Versuchen, die Schutzmechanismen über mehrere Nachrichten hinweg auszuhebeln, besser standgehalten. Außerdem soll es klarer sagen, wenn ihm Informationen oder Werkzeuge für eine Antwort fehlen.

Wer welches Modell bekommt

  • Plus, Pro, Business und Enterprise: GPT-6 Sol, seit 7. Oktober. Bei Enterprise hängt die Freischaltung von den Einstellungen der Administratoren ab.
  • Free und Go: GPT-6 Luna, ab 8. Oktober.
  • Die Neuerung betrifft den Chat. Die Modelle hinter den Bereichen Work und Codex ändern sich laut OpenAI nicht.

Laut The Verge ist Sol das mittlere Modell der GPT-6-Familie, Luna die effizientere Variante. Die ersten GPT-6-Modelle hatte OpenAI im September für zahlende Kunden eingeführt. Nach eigenen Angaben erreicht ChatGPT inzwischen mehr als 1,2 Milliarden Menschen pro Woche.

Unser Tipp

Weil die Verteilung schrittweise erfolgt, kann es einige Tage dauern, bis GPT-6 im eigenen Konto auftaucht. Wer ChatGPT für Schule oder Arbeit nutzt, sollte die neuen interaktiven Antworten genauso kritisch prüfen wie bisher den Text: Eine schicke Grafik ist noch kein Beleg dafür, dass die Zahlen darin stimmen.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert