Gut zwei Wochen nach der Smart-Home-Vorstellung folgt bei Apple schon der nächste Termin. Am Montag, 19. Oktober, hat der Konzern Einladungen unter dem Motto „Pro and tell“ verschickt. Medien und Analysten sollen am Mittwoch, 28. Oktober, zu einer „Apple Experience“ nach Los Angeles kommen. Los geht es um 10 Uhr Ortszeit, in Österreich ist es dann 18 Uhr. Welche Geräte kommen, verrät die Einladung nicht. Die Gerüchtelage ist aber ungewöhnlich eindeutig: Alles deutet auf das erste MacBook mit Touchscreen hin.
Keine Keynote, sondern Hands-on
Wie schon bei „Welcome home“ am 13. Oktober, als Apple HomeView, den HomePod mini der zweiten Generation und ein neues Apple TV 4K vorgestellt hat, erwartet MacRumors keine klassische Keynote mit Livestream. Eingeladene Journalisten dürfen die Geräte in Los Angeles ausprobieren, alle anderen erfahren die Neuheiten aus Pressemitteilungen. Diese könnten laut MacRumors zum Start um 10 Uhr Pazifikzeit erscheinen oder schon um 9 Uhr Ostküstenzeit, wie bei Apple üblich. Das wäre 14 Uhr österreichischer Zeit, denn die Uhren werden bei uns am 25. Oktober auf Winterzeit umgestellt. Angeheizt hat die Spannung Marketingchef Greg Joswiak auf X: „Can’t wait to pro and tell next week.“
MacBook Pro mit OLED und Touchscreen
Das Motto deutet auf das MacBook Pro hin. Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman bringt Apple neue 14- und 16-Zoll-Modelle mit OLED-Display und, erstmals bei einem Mac, mit Touchscreen. Laut 9to5Mac wird es ein Tandem-OLED wie beim iPad Pro, bei dem zwei OLED-Schichten übereinanderliegen. Das sorgt für mehr Helligkeit und Kontrast. Die Notch im Display soll einer Dynamic Island wie beim iPhone weichen, Face ID gibt es laut 9to5Mac aber nicht. Außerdem sollen die Geräte laut Bloomberg „deutlich leichter“ werden.
Damit das Display beim Antippen nicht nachgibt, bekommt das MacBook laut MacRumors ein stabileres Scharnier. Touch soll Tastatur und Trackpad ergänzen, nicht ersetzen. In den Betaversionen von macOS 27 finden sich laut 9to5Mac bereits passende Hinweise, etwa größere Symbole in der Menüleiste und „Pull to refresh“. Gurman zufolge öffnet sich beim Antippen eines Bedienelements außerdem ein neues Menü rund um den Finger.
Neue Chips gibt es dagegen nicht. Die OLED-Modelle sollen weiter auf M5 Pro und M5 Max setzen, die Apple im März vorgestellt hat. M6 Pro und M6 Max überspringt Apple Berichten zufolge. Den zuletzt gehandelten Namen „MacBook Ultra“ dürfte es laut MacRumors nicht geben, das Motto spricht klar für „MacBook Pro“. Weil OLED-Panels und Touch-Module teuer sind, rechnet MacRumors mit höheren Preisen. Das bisherige MacBook Pro könnte als günstigere Variante im Sortiment bleiben.
M6-Chip für iMac und Einstiegs-MacBook
Zwei weitere Macs sollen den M6-Chip bekommen, den Apple im August mit dem neuen Mac mini eingeführt hat: das 14-Zoll-MacBook-Pro in der Basisversion, das derzeit mit M5 läuft, und der 24-Zoll-iMac. Äußerlich soll sich bei beiden laut Gurman nichts ändern. Zumindest für den iMac ist ein Update überfällig, laut CNBC wurde er seit Oktober 2024 nicht mehr aktualisiert.
iPad mini bekommt ein OLED-Display
Auch das kleinste iPad soll ein OLED-Display bekommen, als erstes iPad neben dem iPad Pro. Laut MacRumors wandert die Frontkamera an die lange Seite, was Videocalls im Querformat erleichtert. Ein neues Lautsprechersystem ohne Öffnungen soll das Gerät zudem besser gegen Wasser schützen, möglich wäre das erste iPad mit IP-Zertifizierung. Als Chip erwartet MacRumors den A20 Pro aus dem iPhone 18 Pro. Der Preis dürfte steigen: In den USA rechnet MacRumors mit rund 200 Dollar mehr als den aktuellen 599 Dollar.
Wann die Geräte in den Handel kommen
Laut Gurman baut Apple in der Nacht vom 5. auf den 6. November seine Läden um, was auf einen Verkaufsstart am Freitag, 6. November, hindeutet. Vorbestellungen könnten laut MacRumors schon am 28. Oktober starten. Bestätigt hat Apple davon nichts. Für Apple-Chef John Ternus, der im September auf Tim Cook folgte, wäre es bereits der dritte Launch seiner kurzen Amtszeit. Analyst Ben Reitzes von Melius Research sieht darin laut CNBC einen „bedeutsamen Wandel“ gegenüber den bisher zwei Events pro Jahr.
Einschätzung
Ein Touchscreen im MacBook wäre ein echter Kurswechsel. Software-Chef Craig Federighi hatte 2018 noch erklärt, Touch-Laptops würden ergonomisch auf Dauer ermüden. Ob das Tippen aufs Display im Alltag mehr ist als ein Gimmick, hängt an macOS 27 und am Preis. Spannender für viele dürfte das OLED-Display selbst sein. Wer ohnehin einen neuen Mac oder ein iPad mini kaufen will, sollte die acht Tage bis zur Vorstellung jedenfalls noch abwarten.
Quellen
- CNBC – Apple announces product launch event for Oct. 28. Analysts expect touchscreen laptop (19.10.2026): https://www.cnbc.com/2026/10/19/apple-product-launch-event-oct-28-analysts-expect-touchscreen-laptop.html
- The Verge – Apple teases MacBook Pro event next week (19.10.2026): https://www.theverge.com/tech/1013028/apple-second-october-product-launch-announcement
- MacRumors – Apple Announcing New Products Next Week: ‘Pro and Tell’ (19.10.2026): https://www.macrumors.com/2026/10/19/apple-pro-and-tell/
- MacRumors – Apple’s October 28 ‘Pro and Tell’ Launch: What’s Coming (19.10.2026): https://www.macrumors.com/2026/10/19/apple-october-28-product-launch/
- 9to5Mac – Apple’s first touchscreen MacBook could debut on November 6 (18.10.2026): https://9to5mac.com/2026/10/18/new-macbook-pro-with-touchscreen-and-oled-november-6-release/
- Cult of Mac – Apple makes ‘Pro and Tell’ event official for October 28 (19.10.2026): https://www.cultofmac.com/news/apple-pro-and-tell-event-october-28-touchscreen-macbook-pro
- Greg Joswiak auf X (19.10.2026): https://x.com/gregjoz/status/2112212372182249831
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.




