Epic Launcher Preview: Fortnite kommt auf Linux

Neuer Epic Games Launcher als Preview inkl. Linux; EAC Linux v2 und Fortnite-Ankündigung – Steam Deck vorerst draußen.

Epic Games hat am 14. Oktober 2026 eine Preview des neuen Epic Games Launchers freigegeben – erstmals auch für Linux, neben Windows und macOS. Parallel kündigt Epic an, Fortnite nach Linux zu bringen: Dafür wird Easy Anti-Cheat als EAC Linux v2 neu gebaut. Ein festes Release-Datum für Fortnite auf Linux gibt es noch nicht.

Was die Launcher-Preview kann

Laut Epic soll der neue Launcher schneller starten, flüssiger zwischen Bibliothek und Store wechseln und weniger Last im Hintergrund erzeugen. Neu sind unter anderem eine eigene Spiele-Detailseite, Grid- und Listenansichten, Filter während der Eingabe sowie eine Übersicht über aktive, geplante und fehlgeschlagene Downloads. Party und Voice-Chat sollen über Fortnite, Epic Games Store und die Epic-App hinweg funktionieren. Epic selbst spricht scherzhaft von „vibe coded“ – der Preview-Charakter bleibt: Features sind bewusst schlank.

Die Epic Games Newsroom verwies auf X auf einen IGN-Blick auf die Preview und betonte den Linux-Erststart. GamingOnLinux nennt als getestete Distros unter anderem Ubuntu 22.04 LTS oder neuer, Fedora 43 oder neuer und Debian 12 oder neuer; andere Distros können funktionieren, ohne dass Epic sie offiziell unterstützt.

https://x.com/EpicNewsroom/status/2110386236192063512

Warum Fortnite auf Linux bisher fehlte

Easy Anti-Cheat unterstützt native Linux-Clients seit Jahren, und Windows-Builds über Wine/Proton sind für Spiele opt-in. Viele Titel – darunter Fortnite – blieben außen vor, weil die Linux-Implementierung laut Epic nicht denselben Schutz wie unter Windows bot. CEO Tim Sweeney hatte 2022 Zweifel geäußert, Cheating unter vielen Kernel-Konfigurationen in den Griff zu bekommen. Mit EAC Linux v2 will Epic die Lücke schließen.

EAC Linux v2: Was sich technisch ändert

Im Tech-Blog vom 14. Oktober beschreibt Epic die Anforderungen: signierter Kernel und signierte Module, TPM 2.0, Secure Boot, Measured Boot, IOMMU, Kernel-Lockdown im Integrity-Modus, deaktiviertes Kexec sowie aktives BPF-LSM. Es gibt keinen Anti-Cheat-Kerneltreiber; stattdessen starten ein systemd-Dienst und eBPF-Programme nur, solange ein geschütztes Spiel läuft. Fortnite soll EAC v2 zuerst im Live-Betrieb testen; danach sollen andere Entwickler die Technik nutzen können.

  • Launcher: Preview für Windows, macOS und erstmals Linux; schneller Start, neue Bibliotheksansichten.
  • Fortnite: angekündigt für Linux über den Epic Launcher – ohne festes Datum.
  • EAC v2: näher am Windows-Schutz, ohne Kernelmodul; Distro-Maintainer sollen mitziehen.
  • Steam Deck: erfüllt laut Epic die EAC-v2-Anforderungen derzeit nicht; Gespräche mit Valve laufen.

Was Linux-Spieler jetzt tun können

Die Preview lässt sich schon laden und testen; Fortnite selbst ist damit noch nicht spielbar. Wer später mitspielen will, sollte Secure Boot, TPM und Distro-Updates im Blick behalten – und nicht erwarten, dass jeder Arch- oder Custom-Kernel sofort freigeschaltet wird. Epic will eine Liste „bekannter“ Secure-Boot-Schlüssel pflegen (u. a. Ubuntu, Fedora, Debian, openSUSE, Universal Blue/Bazzite) und langfristig opensourcen. Für SteamOS und Steam Deck bleibt die Lage vorerst offen.

Laut The Verge untersucht Epic außerdem die Kompatibilität mit Valve’s SteamOS; einen Store-Eintrag im Steam Store für Fortnite plant Epic nach Angaben von Epic-Games-Store-VP Martin Keely nicht. Engineering Director Rick Deist sagte The Verge, es gebe noch keinen Zeitplan für den Linux-Release. GamingOnLinux berichtet, die Preview könne Windows-Titel über GE-Proton mitziehen – für den Alltag bedeutet das: Store und Bibliothek schon jetzt, Anti-Cheat-Titel wie Fortnite erst nach dem EAC-v2-Pilot.

Für Nutzer in Österreich gilt derselbe Fahrplan wie anderswo: Preview herunterladen, Feedback-Button nutzen, Hardware auf TPM und Secure Boot prüfen. Wer auf dem Steam Deck spielt, sollte die Gespräche zwischen Epic und Valve abwarten, statt auf einen sofortigen Fortnite-Start zu spekulieren. Andere EAC-Spiele können später folgen, sobald Entwickler auf v2 umstellen – das ist aber Absicht, kein heutiger Schalter.

Einschätzung

Der Launcher-Preview ist der greifbare Schritt; Fortnite auf Linux ist die eigentliche Nachricht – aber noch eine Ankündigung mit Technik-Roadmap, kein Store-Release. Für Spieler in Österreich, die auf Linux setzen, lohnt der Blick auf die Preview und die EAC-Anforderungen. Wer nur den TV oder Windows-PC nutzt, merkt vorerst wenig – außer dass Epic den Linux-Markt ernst nimmt und Anti-Cheat ohne Kernel-Rootkit nachbauen will. Die Signalwirkung für andere Studios ist real; der Spielspaß auf Linux kommt erst, wenn Distros und EAC v2 zusammenpassen.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

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