Google baut seinen KI-Assistenten Gemini um: Eine neue Funktion namens Skills hält ab sofort Einzug in den Gemini-Chat und soll die bisherigen Gems ablösen. Für private Google-Konten fällt die Unterstützung für Gems laut Google bereits ab November weg. Bestehende Gems werden dann automatisch in Skills umgewandelt.
Was Skills sind
Skills sind gespeicherte Anweisungen für wiederkehrende Aufgaben. Statt einen langen Prompt immer wieder neu einzutippen, legt man die Anweisung einmal an und ruft sie später über einen Schrägstrich und den Namen des Skills direkt im Eingabefeld auf. Bisher gab es die Funktion nur in Gemini Spark, nun verteilt Google sie laut eigener Ankündigung vom 30. September weltweit in den regulären Gemini-Chat.
Als Beispiele nennt Google etwa die Vorbereitung von Präsentationen samt Gliederung und Sprechnotizen, das Schreiben im eigenen Stil oder die Vorgabe, zu einer Frage stets mehrere unterschiedliche Sichtweisen zu liefern. Einige Details im Überblick:
- Gemini kann aus bestehenden Chats Vorschläge für Skills ableiten und passende Skills automatisch ausführen, wenn ein Prompt dazu passt.
- Mehrere Skills lassen sich kombinieren, etwa ein Schreibstil mit Vorgaben zum Corporate Design.
- Skills können ab sofort Referenzdateien enthalten, zum Beispiel Textdateien, PDFs oder Bilder.
- In den kommenden Wochen sollen Funktionen der Gems nachgereicht werden, darunter das Teilen mit anderen sowie das Einbinden von Dateien aus Google Drive und von Notizbüchern aus Gemini Notebook.
Zeitplan für das Aus der Gems
Google nennt für das Ende der Gems gestaffelte Termine:
- Private Google-Konten: ab November 2026
- Google Workspace für Unternehmen, Konzerne und Non-Profit-Organisationen: ab März 2027
- Google Workspace for Education: ab Juni 2027
Workspace-Kundinnen und -Kunden aus Wirtschaft, Bildung und Non-Profit-Bereich sollen Skills selbst in den kommenden Wochen erhalten. Gleichzeitig mit den Gems im November stellt Google auch Opal ein, ein Experiment zum Bauen kleiner Mini-Apps. Laut einer Fußnote in der Ankündigung werden außerdem die Gems aus Google Labs eingestellt, diese werden allerdings nicht in Skills übernommen.
Was das für Nutzerinnen und Nutzer in Österreich bedeutet
Google spricht von einem weltweiten Start, Österreich ist also grundsätzlich eingeschlossen. Laut Google stehen Skills in allen Abo-Stufen von Google AI zur Verfügung, vorerst aber nur für Personen ab 18 Jahren; eine Freigabe für Jüngere soll folgen. Wer eigene Gems mit aufwendigen Anweisungen gebaut hat, muss zwar nicht aktiv werden, weil Google die Umwandlung automatisch vornimmt. Es kann sich aber lohnen, wichtige Anweisungen vorab zu sichern und nach der Umstellung zu prüfen, ob die Skills wie gewohnt funktionieren. Für Gems aus Google Labs gilt das umso mehr, da sie ersatzlos verschwinden.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.




