OpenAI hat am 29. September 2026 GPT-6.1 Sol vorgestellt. Das Modell ist ein Upgrade des bisherigen GPT-6 Sol und soll bei Programmieraufgaben, der Bedienung von Computerprogrammen und typischer Büroarbeit fast an das Spitzenmodell GPT-6 Astra heranreichen – zu einem Fünftel von dessen regulären Tokenpreisen. Zur Verfügung steht es zunächst in ChatGPT Work, im Programmierwerkzeug Codex und über die Programmierschnittstelle.
Wer GPT-6.1 Sol nutzen kann
Laut OpenAI erhalten alle Abonnentinnen und Abonnenten von Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu ab sofort Zugriff, allerdings nur in ChatGPT Work und Codex. Im normalen Chat ist GPT-6.1 Sol vorerst nicht verfügbar. Entwicklerinnen und Entwickler können das Modell unter der Bezeichnung gpt-6.1-sol über die API ansprechen. In den kommenden Tagen soll außerdem eine Variante namens GPT-6.1 Sol Ultrafast folgen, die in Codex bis zu achtmal schneller Text erzeugen soll.
Preise in der API
- 2 US-Dollar pro Million Eingabe-Token
- 0,10 US-Dollar pro Million zwischengespeicherter (gecachter) Eingabe-Token
- 10 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token
Euro-Preise nennt OpenAI in der Ankündigung nicht. Der Preis für zwischengespeicherte Eingaben liegt laut OpenAI um 95 Prozent unter dem regulären Eingabepreis und halb so hoch wie bei GPT-6 Sol. Das ist vor allem für KI-Agenten interessant, die bei vielen Anfragen denselben Kontext wiederverwenden.
Was die Benchmarks zeigen – und was nicht
OpenAI belegt die Fortschritte mit einer Reihe eigener Messungen. Beim Software-Benchmark DeepSWE v1.1 soll GPT-6.1 Sol mit GPT-6 Astra gleichziehen und den Vorgänger um 6,4 Prozentpunkte übertreffen. Bei der Computerbedienung im Test OSWorld 2.0 nennt der Hersteller ein Plus von sieben Prozentpunkten gegenüber GPT-6 Sol. Zudem sinke bei schwierigen Fragen und niedrigem Rechenaufwand der Anteil von Antworten mit sachlichen Fehlern von 11,4 auf 7,7 Prozent.
Diese Zahlen stammen allerdings von OpenAI selbst und wurden laut Unternehmen in einer Forschungsumgebung bzw. über die API ermittelt; in ChatGPT können die Ergebnisse abweichen. Für die anspruchsvollsten wissenschaftlichen Aufgaben empfiehlt OpenAI weiterhin GPT-6 Astra. Eine unabhängige Überprüfung steht noch aus.
Einordnung: Preiskampf bei den Spitzenmodellen
Bemerkenswert ist das Timing. Nur einen Tag später kündigte Google sein neues Spitzenmodell Gemini 4 Argon an, das zum Start ebenfalls 2 US-Dollar pro Million Eingabe- und 10 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token kosten soll; nach einer Einführungsphase verdoppeln sich die Preise laut Google. Argon ist vorerst aber nur ausgewählten Testpartnern im Bereich Cybersicherheit zugänglich. Für Unternehmen und Entwickler, auch in Österreich, dürfte die Wahl des Modells damit zunehmend eine Frage von Kosten pro Aufgabe statt reiner Leistungsspitzen werden.
Quellen
- OpenAI: Introducing GPT-6.1 Sol (29.09.2026, Englisch)
- Google: Gemini 4 Argon – our next era of frontier intelligence (30.09.2026, Englisch)
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.




