Surface Laptop Ultra: Microsoft setzt auf lokale KI

Microsoft hat in San Francisco das Surface Laptop Ultra mit Nvidias RTX Spark vorgestellt und baut Windows zur Plattform für KI-Agenten um. In Europa startet das Notebook bei 2.899 Euro.

Microsoft hat am Mittwochabend in San Francisco gezeigt, wohin sich Windows entwickeln soll: zu einer Plattform, auf der KI-Agenten Aufgaben direkt am PC erledigen. Passend dazu hat der Vorverkauf für das Surface Laptop Ultra begonnen, laut Microsoft das leistungsstärkste Surface-Notebook bisher. Es basiert auf Nvidias Chip RTX Spark und soll große KI-Modelle ohne Umweg über die Cloud ausführen.

Das Surface Laptop Ultra

Herzstück ist der RTX Spark, den Microsoft und Nvidia im Juni vorgestellt haben. Er vereint laut Microsoft eine Blackwell-Grafikeinheit mit bis zu 6.144 Kernen, eine Grace-CPU mit bis zu 20 Kernen und bis zu 128 Gigabyte Arbeitsspeicher, den sich CPU und GPU teilen. Damit sollen KI-Modelle mit mehr als 120 Milliarden Parametern lokal laufen. Die KI-Leistung gibt Microsoft mit bis zu einem Petaflop an, das ist allerdings ein theoretischer Spitzenwert.

Das 15-Zoll-Touchdisplay erreicht laut Hersteller eine HDR-Spitzenhelligkeit von 2.000 Nits. Das Gehäuse ist weniger als 18 Millimeter dünn, die SSD lässt sich selbst tauschen. Neu ist „Magnetic Connect“: Das Ladekabel haftet magnetisch an einem USB-C-Anschluss, der weiterhin für Bild und Daten nutzbar bleibt. Dazu kommen zwei weitere USB-C-Ports, HDMI, USB-A, ein SD-Kartenleser und eine Kopfhörerbuchse.

Günstig ist das Gerät nicht: In den USA startet es bei 2.599 US-Dollar. Laut WinFuture beginnen die Preise in Europa bei 2.899 Euro für die Variante mit 24 GB Arbeitsspeicher und 512-GB-SSD, die Ausführung mit 128 GB kostet 6.879 Euro. Ausgeliefert wird ab 16. Oktober. Ab diesem Tag sollen laut Microsoft auch RTX-Spark-Notebooks von Asus, Dell, HP, Lenovo und MSI ausgeliefert werden.

https://x.com/surface/status/2107887985010098289

Windows wird zur Plattform für KI-Agenten

Mindestens genauso wichtig war Microsoft die Software. Windows-Chef Pavan Davuluri sprach von „hybrider Intelligenz“: KI-Aufgaben sollen je nach Bedarf lokal auf dem PC oder in der Cloud laufen. Das soll vor allem Kosten sparen, weil nicht jede Anfrage teure Rechenzeit im Rechenzentrum verbraucht.

Auf Copilot+-PCs soll Copilot mit Zustimmung der Nutzer auf lokale Dateien und zuletzt verwendete Inhalte zugreifen, selbstständig Aktionen ausführen, etwa Dateien ordnen oder Probleme diagnostizieren, und dafür auch lokale KI-Modelle nutzen. Diese Funktionen sollen in den kommenden Monaten nach und nach starten, je nach Gerät und Markt.

Damit Agenten keinen Schaden anrichten, sind die Microsoft Execution Containers (MXC) ab sofort allgemein für Windows 11 verfügbar. Sie legen fest, auf welche Dateien und Netzwerke ein Agent zugreifen darf, und setzen diese Regeln während der Ausführung durch. Unterstützt werden sie laut Microsoft bereits von OpenAIs Codex, GitHub Copilot und LM Studio, Anthropics Claude Code und Perplexity sollen folgen.

Die Windows-Suche lernt Befehle

Auch für gewöhnliche Windows-11-PCs gibt es Neues: Über die Suche in der Taskleiste sollen sich tausende Aktionen direkt auslösen lassen, etwa den Dunkelmodus einschalten, den Bildschirm dimmen oder alle Fenster minimieren. Die Aktionen gehen zunächst an Windows-Insider im experimentellen Kanal. Später lässt sich auch Copilot optional in die Suche einbinden, das soll noch heuer in ausgewählten Märkten starten.

Für Gamer gab es ebenfalls eine Ankündigung: Call of Duty soll 2027 auf RTX-Spark-PCs kommen. Gears of War: E-Day soll als erstes Spiel die erweiterte Advanced Shader Delivery nutzen, die das Vorbereiten der Shader beim ersten Start von Minuten auf Sekunden verkürzen soll.

Unsere Einschätzung

Das Surface Laptop Ultra richtet sich klar an Entwickler, Kreative und KI-Fans mit großem Budget. Für alle anderen sind die Neuerungen bei Copilot und der Windows-Suche spannender. Wie gut sie im Alltag funktionieren, wird sich erst zeigen, wenn sie auch hierzulande auf den Geräten ankommen.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

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