Xbox Helix: Nächste Konsole könnte 1.800 Dollar kosten

Microsoft rechnet laut Fortune intern mit 1.200 bis 1.800 Dollar für die nächste Xbox. Sie soll 2028 kommen, ein neues Handheld schon Ende 2027.

Die nächste Xbox könnte eine der teuersten Spielkonsolen aller Zeiten werden. Laut einem Bericht des US-Wirtschaftsmagazins Fortune rechnet Microsoft intern mit einem Preis von 1.200 bis 1.800 US-Dollar für die Konsole mit dem Codenamen Project Helix. Erscheinen soll sie zum Weihnachtsgeschäft 2028. Schon ein Jahr früher plant Microsoft demnach ein neues Handheld. Offiziell bestätigt hat Microsoft weder Preis noch Termin.

Was Fortune berichtet

Die Angaben stammen aus einem ausführlichen Porträt über Xbox-Chefin Asha Sharma, das Fortune am Dienstag veröffentlicht hat. Darin heißt es, der Preis der Helix-Konsole sei intern auf 1.200 bis 1.800 Dollar für Kundinnen und Kunden projiziert worden, „sofern Microsoft nicht beschließt, die Kosten zu subventionieren“. Sharma plane außerdem, bis zum Weihnachtsgeschäft 2027 ein „Handheld der nächsten Generation“ und bis Weihnachten 2028 die nächste Konsole auf den Markt zu bringen.

Ob Microsoft das Handheld selbst baut oder wieder mit einem Partner wie Asus, lässt der Bericht laut The Verge offen. Die bisherigen ROG-Xbox-Ally-Geräte stammen von Asus und laufen mit einer angepassten Version von Windows 11. Sharma hat Project Helix zudem als „Familie von Geräten“ bezeichnet. Im März hatte Microsoft auf der Entwicklerkonferenz GDC bestätigt, dass die neue Xbox sowohl Xbox- als auch PC-Spiele abspielen soll.

https://x.com/IGN/status/2112631087893504268

Warum Konsolen so teuer werden

Ein Preis ab 1.200 Dollar wäre selbst inflationsbereinigt historisch hoch. Er passt aber zur aktuellen Lage, wie Ars Technica einordnet: Die Fortschritte bei Chips werden kleiner, und der KI-Boom hat Speicher und andere Bauteile knapp und teuer gemacht. In den USA hat laut Ars Technica die Steam Machine heuer erstmals die Marke von 1.000 Dollar beim Einstiegspreis überschritten. Die PlayStation 5 Pro kostet dort inzwischen 900 Dollar, die sechs Jahre alte Xbox Series X 750 Dollar.

Auch bei Sony steigen die Kosten: Laut einem Bericht, den VGC zitiert, sollen allein Speicher und Arbeitsspeicher der PlayStation 6 mehr als 680 Dollar pro Konsole kosten. Dass Hersteller Geräte unter den Herstellkosten verkaufen, ist nicht neu. Beim Start von Xbox Series X und S im Jahr 2020 verlor Microsoft laut dem damaligen Xbox-Chef Phil Spencer bis zu 200 Dollar pro verkaufter Konsole, wie GameSpot erinnert. Ob Microsoft diesen Weg wieder geht, ist offen. Laut Fortune liegt die Gewinnmarge der Xbox-Sparte nach einer internen Kennzahl ohnehin nur bei rund drei Prozent.

Streit um Windows auf dem Handheld

Fortune berichtet außerdem von einem Konflikt zwischen den Xbox- und Windows-Teams. Die Windows-Verantwortlichen wollten das Handheld mit einer abgespeckten Version von Windows Home ausstatten. Sharmas Team möchte dagegen eine eigene Software, um mehr Spieleleistung herauszuholen. Ein hochrangiger Xbox-Manager soll sogar gedroht haben, das Handheld lieber einzustellen, als den Windows-Build zu verwenden. Inzwischen bestimmt laut Fortune weitgehend das Xbox-Team die Richtung. Sharma betonte aber: „Wir können Helix nicht allein bauen.“

Game Pass zum Zusammenstellen

Auch beim Abo-Dienst Game Pass steht laut Fortune ein Umbau an. Spielerinnen und Spieler sollen Funktionen künftig à la carte wählen können, etwa Zusatzpakete für Konsolenspiele, Cloud Gaming und Mehrspieler-Modus, eingebettet in ein Stufenmodell. Wie sich das auf Neuerscheinungen im Abo und auf die Preise auswirkt, ist laut The Verge noch unklar.

Dazu kommen weitere Sparmaßnahmen. Sharma hat laut Fortune bisher 1.868 Stellen gestrichen, insgesamt sollen es im Lauf eines Jahres 3.200 werden. Weitere Kündigungsrunden seien für Oktober, November und Jänner geplant. Gerüchte, Microsoft wolle Xbox verkaufen, weist Konzernmanager Judson Althoff zurück: Man hätte Sharma nicht an die Spitze eines Geschäfts gesetzt, das man verkaufen wolle.

Was das für Österreich bedeutet

Euro-Preise nennt der Bericht nicht, und US-Preise lassen sich wegen Steuern und Wechselkurs nicht direkt umrechnen. Klar ist nur: Die Spanne gilt für die Konsole 2028, nicht für das Handheld 2027, und sie ist eine interne Prognose, kein fixer Preis. Bis zum Marktstart können sich Bauteilkosten, Subventionen und Pläne noch deutlich ändern.

Einschätzung

Selbst wenn Microsoft am Ende subventioniert, zeigt der Bericht, wohin die Reise geht: Spitzenhardware fürs Wohnzimmer wird zum Luxusprodukt. Für die meisten Haushalte dürfte deshalb der günstigere Weg über Handheld, PC oder Cloud Gaming attraktiver werden, und genau dorthin scheint Microsoft mit einer „Familie von Geräten“ und einem flexibleren Game Pass auch zu steuern. Ob eine Konsole um 1.200 Dollar oder mehr ein Massenpublikum findet, ist dagegen mehr als fraglich.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

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